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Mein bisher größtes Abenteuer - Judith Schmid Thailand 08 - Main-Post 24.06.2009

Judith Schmid war elf Monate lang als Austauschschülerin in Thailand

Auf der Urlaubsinsel Phuket in Thailand, dort wo es traumhafte Strände gibt, fast immer die Sonne scheint, aber auch der katastrophale Tsunami Weihnachten 2004 seine Spuren hinterließ, dort hat Judith Schmid aus Prosselsheim elf Monate gelebt.

Im Laufe der zehnten Klasse, als sie 15 Jahre alt war, wuchs in Judith Schmid der Wunsch, einmal ein ganz anderes Leben zu führen. Judiths älterer Bruder Jakob war drei Jahre zuvor mit der Austauschorganisation AFS in Guatemala in Mittelamerika gewesen und Judiths Eltern hatten schon mehrere Gastschüler in ihrem Haus. "Ich wollte auch das Leben auf einem anderen Erdteil kennen lernen und habe mich für Asien entschieden", blickt Judith auf den Beginn ihres Abenteuers zurück.

Das Gastschuljahr in Thailand von April 2008 bis Februar 2009 hat Judith geprägt. Mit ihrer Gastfamilie Pattarapagorn in Thailand hat sie eine Freundschaft geschlossen, von der sie glaubt, dass sie ein Leben lang hält. Judith telefoniert oft mit ihren Gasteltern Dai und Nok und ist eng verbunden mit ihren Gastbrüdern Turk, Gap und Oak oder den Großeltern Kun mae und Kun poa.

Die Schülerin empfindet große Dankbarkeit für ihre Thaifamilie: "Sie haben mich wie ein eigenes Kind behandelt und mit Liebe und Zuneigung überhäuft." Und sie ist ihren Eltern und der Austauschorganisation dankbar, die ihr "das bisher größte Abenteuer meines Lebens" ermöglicht haben.

Exotisch und aufregend

Wenn Judith von Thailand erzählt, weiß sie gar nicht, wo sie anfangen soll. Schon die Vorbereitung auf das Auslandsjahr sei aufregend gewesen. Dann das Einleben in die exotische Sprache, das Klima, das Haus in der Kleinstadt, das Schulwesen, die Unterrichtsfächer wie Thaitanz oder Fruchtkunstschnitzen, das fremde Essen mit seinen Gewürzen und seiner Schärfe, die Religion mit Hausgeistern und Essen für die Mönche, den Gruß Wai mit beiden Händen und die Feste im Jahreskreis. Das "Phuket Vegetarien Festival" etwa sei aufgrund seiner Messerstecherei in Trance "nichts für schwache Nerven", das Sportfest der Schule dagegen mit den prachtvollen Kostümen und stets lächelnden Menschen ein Augenschmaus.

"Was in Thailand am schönsten war, kann ich gar nicht sagen", sagt Judith. Grundsätzlich sei es das Gefühl, als vollwertiges Familienmitglied in einer fremden Welt gegolten zu haben. Daheim in Deutschland schienen der 17-Jährigen im Februar dieses Jahres die Menschen und der Schulbetrieb fremd und unterkühlt. Erst nach drei Monaten hat Judith sich wieder "an das ganz normale Leben hier" gewöhnt. Nun ist es ihr größter Wunsch, ihren Eltern die Lieblingsplätze in Thailand zu zeigen. Und für die Austauschorganisation AFS betreut sie aktuell neue Austauschschüler, die ebenfalls in ein asiatisches Land reisen wollen. Judith möchte anderen Mut machen für das Wagnis eines Auslandsjahres. "Entschließt euch zu diesem Schritt, ihr werden es nicht bereuen", empfiehlt sie Jugendlichen

 

AFS (American Field Service) AFS ist die größte Jugendaustauschorganisation weltweit. Sie bietet Schüleraustausch, Gastfamilienprogramme und Freiwilligendienste in über 40 Ländern an. Aktuell sucht AFS Gastfamilien ab September für 2009/2010.