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Hallo aus Maine, USA - Email von Daniela Reusch 25.04.2009

Hi AFSer,
alles klar bei euch? Mir gehts gut... alles klar in Gastfamilie und Schule etc. Die letzten paar Tage war ich in NYC mit AFS und es war einfach total cool!
Ich kann mich erinnern, dass ihr auf der alten HP einen Link zu Erfahrungsberichten von Austauschschülern hattet. Ich hab da mal so nen Bericht geschrieben.
Machts gut...bis bald, Daniela
"Muslime und Christen, Europäer, Afrikaner, Südamerikaner und Asiaten sitzen zusammen an einem Tisch, essen zu Abend? Ein Junge von Saudi Arabien und ein Mädchen aus der Schweiz diskutieren Probleme aus Nahost während einem Ausflug in den Frühlingsferien? Leute aus aller Welt kommen zusammen, teilen die gleiche Erfahrung und haben Spaß?
Klingt wie in Traum, stimmts?

Das ist aber genau die Erfahrung, die ich mit AFS gemacht habe.
AFS ist eine internationale, freiwillige, unpolitische "non-prifit"Organisation die interkulturelles Lernen durch Schüleraustausche in aller Welt fördert.

Ich bin eine Austauschschülerin aus Deutschland und lebe im Moment in einer Gastfamilie in USA, Maine. Vor dem Beginn meines Austauschjahres habe ich mehrere Berichte von ehemaligen Austauschschülern gelesen und jeder erzählte über die großartige Erfahrung, über die Gastfamilien und die Freundschaften die geschlossen wurden.
Aber ich konnte mir das alles nicht wirklich vorstellen. Man muss wirklich die Erfahrung selbst machen um zu verstehen, was es bedeutet, ein Austauschschüler zu sein.

Man muss nicht perfekt oder ein herausragender Schüler sein um im AFS Programm teil zu nehmen. Alle Schüler die ich durch AFS getroffen habe sind "normale"; Leute, jeder mit eigenen Stärken und Schwächen.

Ein Austauschjahr bringt total viel Spaß, aber auch ein paar Herausforderungen. Es dauert eine Weile die Sprache zu beherrschen und sich an das neue Umfeld und an eine neue Schule zu gewöhnen. Es kann Zeit brauchen, richte Freunde zu finden und sich wirklich zugehörig zur Gastfamilie zu fühlen usw.

ABER: Was auch gekommen ist, Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt alleine gefühlt Man hat Kontakt zu AFS Freiwilligen vor Ort vor, während und nach dem Auslandsaufenthalt. Jeder Schüler hat einen Ansprechpartner mit dem er sich mindestens einmal im Monat trifft und der abcheckt ob alles in Ordnung ist. Man trifft so viele andere Austauschschüler und man fängt an zu realisieren, dass jeder eine einzigartige und doch ähnliche Erfahrung hat.

Ich erinnere mich auch, dass ich mir am Anfang nicht sicher war, ob ich meine Gasteltern "Mom und Dad" nennen soll oder sie mit ihren Vornamen ansprechen soll. Jetzt kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, sie NICHT "Mom und Dad" zu nennen. Ich bin jetzt ein Teil ihrer Familie. Ich hätte mir niemals vorstellen können, wie nah mir diese Amerikanische Familie werden könnte.

Ich habe nie bereut, dieses Austauschjahr zu machen. Men lernt so viel über eine andere Kultur aber auch über die eigene Kultur und Identität.

AFS unterstützt interkulturelles Wissen, Toleranz und Verständnis und schafft so eine gerechtere und friedlichere Welt.

Danke AFS!

Danny

25.04.2009